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Im Gründungsjahr 2021 war noch nicht ganz klar, ob es ein Netzwerk speziell für Wirtschaftsfrauen braucht. Beim Austausch in Hainichen wurde jedoch schnell klar, dass Netzwerken unter Frauen anders abläuft und wichtig für deren Sichtbarkeit in der Wirtschaftsregion ist. Der Erfolg der bisher vier Netzwerktreffen und der Zuspruch der Teilnehmerinnen ist Grund genug für die Wirtschaftsförderung Mittelsachsen, die Treffen fortzuführen und weitere Projekte daraus entstehen zu lassen.
Nirgends muss Führung stringenter und passgenauer sein als in der Küche. In Leubsdorf nutzte das Mittelsächsische Frauen-Netzwerk am 8. Dezember das Herzstück des Hauses als Zentrum für den Austausch unter regionalen Unternehmerinnen.
Am 8. Dezember waren im größten Küchenwerk Sachsens, der ratiomat Einbauküchen GmbH, nicht nur die üblichen Maschinengeräusche zu hören. Denn 24 Frauen aus der mittelsächsischen Wirtschaft kamen auf Einladung der Wirtschaftsförderung des Landkreises und des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft BVMW hier zum zweiten mittelsächsischen Frauen-Netzwerktreffen zusammen. Gemeinsam tauschten sie Ideen aus, schmiedeten Pläne und nutzten die Gelegenheit zum Kennenlernen. „Es freut mich besonders, dass die Hälfte der heutigen Teilnehmerinnen bereits beim Auftaktreffen 2021 in Hainichen engagiert dabei waren. Das spricht für den Erfolg dieses noch jungen Netzwerkes“, berichtet Kerstin Kunze, Referatsleiterin für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung.
Vor dem persönlichen Austausch gewährten die Gastgeber Heike und Adalbert Sigg einen spannenden Einblick in die Werkhallen des Küchenmöbelherstellers. Hier treffen traditionelles Handwerk und moderne Industrie im großen Maßstab aufeinander. „Unser Erfolgsfaktor ist, dass wir alles selber machen“, erklärt der Geschäftsführer: „Eigene Fertigung, eigene Filialen, eigener Vertrieb, eigene Montage. So können wir immer sicher sein, dass alles so beim Kunden steht, wie es der Kunde will. Denn so übernimmt jeder Mitarbeiter ganz konkret die Verantwortung für sein Tun.“ 140 Mitarbeiter fertigen 100 bis 150 Korpusse am Tag, das sind rund 30 000 pro Jahr.
In der ratiomat Show-Küche wurde anschließend der Kochlöffel geschwungen. Die Ernährungsberaterin Carmen Knoth leitete mit Unterstützung von Familie Sigg und Dominik Wegner vom BVMW alle Interessierten für ein gesundes Abendmenü an. Unter dem Motto „Führungsrezepte von und für Frauen“ sprachen die Unternehmerinnen aus Industrie, Handwerk, Handel und Tourismus dabei immer wieder über ihre individuellen Führungsrezepte. Obwohl nicht alle Unternehmerinnen ihre Führungsrolle freiwillig gewählt hatten, engagiert sich ein Großteil der Frauen aktiv für angehende, weibliche Führungskräfte und kooperiert bereits mit anderen weiblich geführten Unternehmen im Landkreis. „Die Lage im Herzen Sachsens, die Branchenvielfalt und die gute wirtschaftliche Vernetzung sehe ich als großen Standortvorteil für Unternehmensgründungen – sei es weiblich oder männlich geprägt“, bestätigt Bianka Behrami, Inhaberin der Peniger Agentur Foto.Grafik.Art.
Alle Teilnehmerinnen waren dankbar für den wertvollen Erfahrungsaustausch und wollen weiter in Kontakt bleiben und sich gegenseitig unterstützen. Der Erfolg der Veranstaltung und der Zuspruch der Teilnehmerinnen ist Grund genug für die Wirtschaftsförderung Mittelsachsen, das Netzwerktreffen auch im nächsten Jahr fortzuführen.
Weitere Informationen zur Wirtschaftsregion Mittelsachsen und den vielfältigen Unternehmensnetzwerken gibt es unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de.
Die Corona-Pandemie fordert der Gesellschaft in einem unbekannten Ausmaß und stellt die Menschen vor viele soziale und wirtschaftliche Probleme. Mitten in der Pandemie werfen die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Mittelsachsen Annett Schrenk, der Stadt Freiberg Katrin Pilz und des Jobcenters Mittelsachsen Antje Dorn einen Blick auf Frauen. Schwerpunkt bildet dabei die Frage: „Wie hat uns diese Zeit verändert, unsere Arbeitswelt, unsere Familien und unser Leben in der Gesellschaft?“
In einer virtuellen Runde kommen die regionalen Gleichstellungsbeauftragten mit kommunalen Verantwortlichen und Frauen aus dem Gewerbs- und Vereinsleben ins Gespräch. Sie werden über die neuen Arbeitsformen, die Steigerung der Attraktivität der Gesundheits- und Pflegeberufe und Strategien, um die Auswirkungen der Pandemie zu überwinden, sprechen.
Als Gesprächspartner und -partnerinnen stehen zur Verfügung:
- Landrat Matthias Damm
- Professor Dr. Bernhard Cramer; Oberberghauptmann Leiter des Sächsischen Oberbergamtes
- Arne-Gret Hesse; Frauenbeauftragte des Sächsischen Oberbergamtes
- Sven Krüger; Oberbürgermeister der Universitätsstadt Freiberg
- Alexander Münch; Personalchef Stiftung Münch
- Andrea Gerlach; Einzelhändlerin und Mitglied der Freiberger Soroptimistinnen
- Elisabeth Schwerin; Mitglied im Vorstand des Müllerhof e. V. Mittweida.
Die Gleichstellungsbeauftragten laden Interessierte herzlich dazu ein, sich am 8. März 2021 von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr mit ihnen auszutauschen, Probleme offen anzusprechen, aber auch über neue Ansätze zu diskutieren.
Aufgrund der Online-Plattform und der Freigabe der Teilnahme-Lizenzen ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.
Interessierte können sich per E-Mail bei Annett Schrenk über annett.schrenk@landkreis-mittelsachsen.de anmelden.
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