FILK schaut optimistisch in die Zukunft: Azubis lernen auch im Homeschooling

Wie viele Unternehmen im produzierenden Gewerbe spüren auch das Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH (FILK) als Dienstleister der Industrie die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie.

Gerade das Prüflabor, in dem vor allem Materialien für die Automobil- und Möbelindustrie geprüft werden, hat weniger Aufträge. Jedoch läuft der Forschungs- und Entwicklungsbereich bis auf wenige Einschränkungen auf Hochtouren. Insgesamt erwartet das Institut eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte. „Wir erwarten sogar eine höhere Innovationstätigkeit der Unternehmen, sodass wir als Forschungsinstitut mit einer hohen Auslastung rechnen“, sagt Prof. Dr. Haiko Schulz, Geschäftsführer und Institutsdirektor der FILK gGmbH. Der Geschäftsbetrieb in Freiberg lief ununterbrochen. Ein Maßnahmenplan für Krisenfälle wurde frühzeitig ausgearbeitet und zum Beispiel mittels Belegungsausdünnung in den Laboren und Homeoffice für die insgesamt 154 Angestellten umgesetzt. Regelmäßige, transparente und intensive Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch mit den Auszubildenden ließen keine Unsicherheiten entstehen. Sie werden während ihrer Ausbildung in allen Bereichen des Institutes eingesetzt und können so die unterschiedlichen Forschungsbereiche und das Prüflabor kennen lernen und herausfinden, welche Tätigkeiten ihnen am besten liegen. Daran hat sich wegen der Krise nichts geändert. Der theoretische Unterricht an den Berufsschulen findet im Homeschooling-Modus über die Sächsische Lernplattform Lernsax statt. Die Ausbildungsbeauftragten halten während der Schulzeiten engen Kontakt zu den insgesamt sechs Lehrlingen. Nachgefragt, ob sich an der Ausbildungssituation etwas ändern wird, sagt Prof. Dr. Haiko Schulz: „Auf unsere Ausbildungsverträge hat die Situation keine Auswirkungen, nicht auf die bestehenden und auch nicht auf die, die mit dem neuen Ausbildungsjahr dazukommen. Ab September werden dann vier junge Menschen ihre Ausbildung zum Chemie-, Physik- oder Biologielaboranten bzw. -laborantin beginnen. Aktuell haben wir sogar noch einen freien Ausbildungsplatz zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik / Fachrichtung Halbzeuge. Ich kann also junge Leute, die das hier lesen oder deren Eltern nur ermuntern, mal auf unsere Website zu schauen.“

Weiter Infos dazu gibt es im Schülerportal unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de und unter www.filkfreiberg.de/weiterbildung/berufliche-erstausbildung.html