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Die meisten Verbraucher würden wahrscheinlich, ohne weiter darüber nachzudenken, die Glasflasche kaufen. Dass das eine Milchmädchenrechnung ist, weiß Geschäftsführer Rüdiger Fricke: „Natürlich ist Glas grundlegend ein besonders ökologisches Verpackungsmaterial. Aber die nächste Abfüllanlage für unsere Milch wäre in Würzburg. Das bedeutet unzählige Transportkilometer mit hohem Gewicht. Die Reinigung der Glasflaschen ist zudem sehr aufwändig und verbraucht viele Liter Wasser.“

„Unser ökologischer Fußabdruck ist uns wichtig“

Kunststoffe haben einen ziemlich schlechten Ruf – aus Erdöl hergestellt, vermüllen sie nach kurzem Gebrauch unsere Umwelt. Warum wird dann die meiste Milch aus Kohren in PET-Flaschen abgefüllt? „Schaut man sich den ökologischen Fußabdruck unserer PET-Flaschen an, dann schneiden sie mit einer sehr guten Ökobilanz ab. Man muss den gesamten Weg der Verpackung sehen: von der Herstellung über den Transport und die Nutzung bis hin zur Entsorgung“, erklärt Fricke. „Aktuell bestehen die Flaschen zu 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff. Diese werden als flache Rohlinge geliefert, die erst kurz vor der Abfüllung mit Luft aufgeblasen werden und damit ihre typische Form erhalten. Durch die Lieferung von tausenden Rohlingen auf nur einem LKW werden Benzin und Abgase vermieden, Lagerraum gespart.“ Auch wenn die Verwendung von sogenannten re-PET-Flaschen, also Flaschen aus Recyclingmaterial, rund 20 Prozent teurer ist wie die einer Flasche aus neuem Kunststoff, ist es der Anspruch der Molkerei, Kunststoffflaschen weiter zu verbessern. Schon 2021 ist die Einführung einer PET-Verpackung geplant, die zu 100 Prozent aus recyceltem Material besteht und dann sogar umweltfreundlicher ist als der herkömmliche Karton.

Mit neuen Verpackungen Zeichen setzen

Der Karton als klassische Verpackung hat im Milchverkauf die größte Lobby. „Wir sehen unsere Produkte als Ganzes: Inhalt und Verpackung müssen eine Einheit bilden. Deshalb setzen wir bei der Verpackung für unsere frische Heumilch auf eine echte Innovation“, erklärt Vertriebsexperte und zweiter Geschäftsführer Jörg Rögner. „In Zusammenarbeit mit dem Hersteller haben wir den ersten Tetra Pak® in Deutschland eingeführt, der vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen produziert wird. Außen besteht der Karton aus Holz von FSC®-zertifizierten Wäldern und innen aus Zuckerrohr hergestelltem Kunststoff. Damit unterstreichen wir unseren Ansatz, den Planeten zu erhalten und die Umwelt zu schützen. Wir wollen die Molkerei in eine neue Zeit führen und die Verbraucher anhalten, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Dafür können wir alle etwas tun.“

Gesunde Milch von glücklichen Kühen

Das fängt beim Anfang der Kette an: den Landwirten und ihren Milchkühen. In Deutschland legt ein Liter Milch im Schnitt 450 Kilometer vom Landwirt bis zum Verbraucher zurück. Nicht so in Penig, wo die Kohrener Landmolkerei ihren Sitz hat. „Wir wissen, woher unsere Milch kommt“, betont Fricke. „Der nächste Milchbauer wohnt nur sechs Kilometer entfernt, die weiteste Anfahrt sind etwa 100 Kilometer. Damit wird die Milch immer frisch verarbeitet und entspricht höchsten Qualitätsstandards. Unsere Landwirte legen viel Wert auf das Wohl ihrer Kühe. Die meisten stehen von April bis Oktober auf der Weide und fressen das Einfachste und Beste: Gras – ohne Zusätze. Das schmeckt man bei unserer Heu- und Weidemilch.“

Regionale Partner als höchstes Gut

„Es ist eine bewusste Entscheidung, die Produkte nicht im Discounter zu vertreiben. Die Marktabdeckung, etwa bei Märkten der Edeka und Rewe in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, spricht genau unsere Zielgruppe an. Als erste sächsische Biomolkerei vermarkten wir seit Juli 2020 auch über diverse Bioläden. In unserem Milchladen auf dem Molkereigelände haben wir einen Werksverkauf mit unseren Produkten und anderen regionalen Spezialitäten – getreu unserem Slogan ‚Frisch vom Land in Deine Hand‘“, erklärt Rögner das Vertriebskonzept der Firma. Produkte mit kurzer Haltbarkeitsdauer, die den Weg in den Handel nicht geschafft hätten, finden hier ebenfalls Absatz. „Nicht selten reisen Kunden mit der Kühltasche an und decken sich für die nächsten Wochen mit unseren Milchprodukten ein“, erzählt Produktions-Geschäftsführer Rüdiger Fricke. Im Laden kann man auch die handgearbeitete Keramik der Töpferei Arnold aus Kohren-Sahlis erwerben, mit der die Molkerei eng zusammenarbeitet. Früher wurden Milchprodukte wie Quark und Butter traditionell in den blauen Gefäßen mit weißen Tupfen aufbewahrt, die liebevoll Kohrener Blau-Weiß genannt werden. Produkte der Töpferei zieren auch die Verpackungen der neuen Bauernlinie der Molkerei.

Milch ist keine Dumpingware

„Die Kunden sind bereit, mehr für hochwertige Produkte zu zahlen, die hier aus der Region kommen“, weiß Vertriebsexperte Rögner. Und man schmeckt den Unterschied. Auch das ist ein Grund, warum das Produktsortiment mit der Firmenübernahme im September 2019 neu ausgerichtet wurde. Die Kohrener Landmolkerei bedient die Nischen, die viele der anderen 100 Molkereien in Deutschland nicht abdecken können oder wollen. „Das beste Beispiel dafür sind unsere Heumilchprodukte. Die Herstellung ist sehr viel aufwändiger und die Milch etwas teurer … aber am Ende kommt mehr Geld bei den Landwirten und Tieren an. Die Milch ist gesünder für unseren Planeten – und besser für jeden einzelnen von uns.“

Branche

Molkerei

Leistungen / Produkte:

Heumilch, Bio-Heumilch, Weidemilch, Bauernlinie (komplettes Milchbasissortiment)

Besonderes:

Erste sächsische Biomolkerei mit besonders nachhaltigen Verpackungen.

Anzahl Mitarbeiter:

86

Inbetriebnahme

2014

Hier geht´s direkt zur Kohrener Landmolkerei!

Geschäftsführer Jörg Rögner (rechts) und Rüdiger Fricke (links)
Die 2014 in Betrieb genommene Molkerei wurde 2019 von der Firma Conzima Food mit den beiden neuen Geschäftsführern Jörg Rögner (rechts) und Rüdiger Fricke (links) übernommen. Beide sind in der Milchbranche zuhause und haben ihre Zusammenarbeit bereits viele Jahre bei Sachsenmilch in Leppersdorf bei Dresden erprobt.

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