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Technische Kunststofflösungen aus Mittelsachsen – entwickelt mit Erfahrung, geführt mit Überzeugung

Die AKA Kunststoffrohrleitungssysteme GmbH mit Sitz in Bobritzsch-Hilbersdorf bei Freiberg steht für individuelle, technisch anspruchsvolle Lösungen aus Kunststoff. Das mittelständische Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Sonderbauteilen spezialisiert – maßgeschneidert für Anwendungen in der Wasserwirtschaft, Industrie und Energieversorgung. Damit verbindet AKA technische Kompetenz mit regionaler Wertschöpfung und hoher Flexibilität.

Gegründet im Jahr 2000, war das Unternehmen zunächst überwiegend im Handel tätig. Mit der Übernahme im Jahr 2017 begann eine grundlegende Neuausrichtung. Die heutige Geschäftsführerin Heike Sußig, Diplom-Ingenieurin für konstruktiven Ingenieurbau, kam bewusst von außen in die Firma. Die gebürtige Oberlausitzerin hatte sich aktiv auf die Suche nach einer unternehmerischen Aufgabe im produzierenden Gewerbe begeben – mit dem Ziel, ein eigenes Unternehmen zu führen, Entscheidungen zu treffen und Zukunft zu gestalten.

Der Einstieg war anspruchsvoll. In einem technisch geprägten Umfeld musste sie sich als neue Führungskraft zunächst beweisen – gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten. „Respekt bekommt man nicht geschenkt, man muss ihn sich erarbeiten“, sagt sie rückblickend. Gleichzeitig galt es, ein wirtschaftlich angeschlagenes Unternehmen zu stabilisieren und strategisch neu auszurichten.

Jede Unternehmensübernahme bringt Höhen und Tiefen, Erfolge und Rückschläge mit sich. Entscheidend war, konsequent Strukturen zu schaffen, Prozesse zu ordnen und klare Ziele zu definieren. Schritt für Schritt wurde der Betrieb neu organisiert, die technische Basis instandgesetzt und der Fokus auf die eigene Fertigung gelegt. Bereits im ersten Jahr konnte ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden – seitdem arbeitet das Unternehmen stabil und profitabel.

Fokus auf Produktion

Heute liegt der Schwerpunkt der AKA Kunststoffrohrleitungssysteme GmbH klar in der kundenspezifischen Fertigung von Bauteilen aus Kunststoff. Verarbeitet werden vor allem die Kunststoffe PE-HD und PP zu individuellen Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen. Dazu gehören Schächte und Behälter für Trinkwasser, Abwasser und Geothermie ebenso wie Rohrleitungen, Verteiler und Sonderkonstruktionen für industrielle Anwendungen.

Ein Blick in die Werkhalle zeigt die Dimensionen: Verarbeitet werden unter anderem Wickelrohre mit bis zu drei Metern Durchmesser und fünf Metern Länge. Die Fertigung erfolgt mit verschiedenen Schweißverfahren wie Stumpfschweißen, Drahtschweißen und Extruderschweißen sowie durch spanende Bearbeitung. In Kombination mit einem technisch gut ausgestatteten Maschinenpark und einem hohen Anteil an Handarbeit entsteht eine Produktion mit Manufaktur-Charakter – flexibel, präzise und individuell.

Diese Flexibilität ist ein zentrales Merkmal des Unternehmens. AKA realisiert sowohl Einzelanfertigungen als auch Kleinserien und reagiert schnell auf spezifische Kundenanforderungen. Kurze Entscheidungswege und direkte Ansprechpartner ermöglichen eine zügige und pragmatische Umsetzung. Gleichzeitig sorgt eine bewusst breit aufgestellte Kundenstruktur für Stabilität und Unabhängigkeit. Zum Kundenstamm zählen regionale Versorger wie ZWA Hainichen und Freiberg, der Abwasserzweckverband Muldental, Sachsen Energie Dresden, Bohrunternehmen wie z.B. Bohrmaus und LSTW Freiberg, aber auch überregionale Kunden wie Bosch Dresden, die Wasserbetriebe Berlin oder Union Berlin, für deren Stadion AKA die Verteiler für die Rasenheizung fertigte. Einige Produkte werden auch europaweit vertrieben, unter anderem nach Österreich und in die Schweiz.

Der Faktor Mensch

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind die Mitarbeiter. Das Unternehmen setzt gezielt auf handwerkliche Fachkräfte aus unterschiedlichen Gewerken. Im Unternehmen qualifizieren sie sich für die spezifischen Anforderungen der Kunststoffverarbeitung. „Es geht nur mit den Mitarbeitern“, betont Heike Sußig. Erfahrung, Lernbereitschaft und praktisches Können bilden die Grundlage für die Qualität der Produkte.

Der Standort Mittelsachsen bietet dafür ideale Voraussetzungen. Die Nähe zu Freiberg, Chemnitz und dem Erzgebirge sorgt für ein gutes Einzugsgebiet an Fachkräften und Partnern. Gleichzeitig bleibt die regionale Verankerung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie: Zulieferer und Netzwerke stammen vielfach aus der Region, wodurch Wertschöpfung vor Ort entsteht.

Neben der fachlichen Entwicklung spielt auch der persönliche Rückhalt eine Rolle. Heike Sußig wohnt in der Oberlausitz, ist verheiratet und Mutter von drei Söhnen. Die Entscheidung zur Unternehmensübernahme wurde im Familienkreis gemeinsam getroffen. „Auch mit Familie lassen sich Träume verwirklichen“, weiß sie aus Erfahrung. Die Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld bildet dabei eine wichtige Grundlage für unternehmerisches Handeln.

Für die Zukunft setzt die AKA Kunststoffrohrleitungssysteme GmbH auf ein gesundes, moderates Wachstum und den gezielten Ausbau ihrer Kompetenzen. Geplant ist unter anderem die Erweiterung der Konstruktionsleistungen durch CAD-gestützte Planung, um Kunden künftig noch umfassender begleiten zu können – von der Idee bis zur fertigen Lösung. Auch die Integration eines Ingenieurbüros am Standort ist eine Option, für die bereits räumliche Kapazitäten vorhanden sind.

„Wichtig ist es, Ziele und Visionen im Blick zu behalten und sie Schritt für Schritt weiterzuentwickeln“, beschreibt Heike Sußig ihren Ansatz. Und: „Eine erfüllte Arbeit ist genauso wichtig wie Ruhe und Entspannung“

Mit dieser klaren Ausrichtung verbindet die AKA Kunststoffrohrleitungssysteme GmbH technische Kompetenz, unternehmerischen Mut und regionale Verwurzelung – und steht damit beispielhaft für die Stärke des Mittelstands in Mittelsachsen.


Unternehmen des Monats Mai

Einblicke ins Unternehmen

Die AKA Kunststoffrohrleitungssysteme GmbH fertigte unter anderem die Verteiler für die Rasenheizung im Fußballstadion von Union Berlin, den Schachtbau im Wasserwerk Berlin Tegel, Mantelrohre im Rechenzentrum der Bergakademie Freiberg, Kühlleitungen für Siltronic in Freiberg, Wanddurchführungen für die Kläranlage Hetzdorf und den Schacht mit Gerinne in der Kläranlage Siebenlehn


Geschäftsführerin Heike Sußig
Unternehmerin aus Überzeugung: Heike Sußig kaufte vor knapp 10 Jahren als Externe und als Mutter von 3 Kindern die AKA Kunststoffrohrleitungssysteme GmbH und führt sie seitdem mit Herz und Erfolg. Ihre „Geheimnisse“: Freude an der Arbeit, Wissen aufsaugen und mit offenen Augen durch die Welt gehen © Dr. Sternkopf media group

Heike Sußig führt durch das Unternehmen © Dr. Sternkopf media group

© Dr. Sternkopf media group

Blick in die Werkstatthalle im Gewerbegebiet Bobritzsch-Hilbersdorf. Hier entstehen Sonderrohrleitungen, Druckrohrsysteme, Wanddurchführungen, Behälter, Anlagen und Apparate, Doppelrohrsysteme, Abflusssysteme und Schachtbauwerke – alles aus Kunststoff. © AKA Kunststoffrohrleitungssysteme GmbH

AKA Gebäudeansicht © AKA

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