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Die Region Chemnitz-Südwestsachsen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Veränderungen in der Automobil- und Zulieferindustrie, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und demografische Entwicklungen stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen sie Chancen für neue Wertschöpfung, Innovation und eine nachhaltige Weiterentwicklung der Region.
Mit dem Masterplan Region Chemnitz–Südwestsachsen haben die Landkreise Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Vogtlandkreis, Zwickau und die Stadt Chemnitz einen gemeinsamen Prozess gestartet, um diese Zukunft aktiv zu gestalten. Der Regionalkonvent Chemnitz übernimmt hierfür die Steuerung und politische Vertretung.
Rund eine Million Menschen leben in Südwestsachsen. Die Region ist seit Jahrzehnten industriell geprägt und verfügt über starke Kompetenzen in Automobilwirtschaft, Maschinenbau, IKT, Kreislaufwirtschaft sowie Forschung und Entwicklung. Jetzt gilt es, diese Stärken zu bündeln und neue Perspektiven für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Lebensqualität zu entwickeln.
Der Masterplan soll eine gemeinsame Zukunftsstrategie schaffen, die
• neue wirtschaftliche Potenziale erschließt,
• bestehende Stärken stärkt,
• Innovationen fördert und
• die Infrastruktur zukunftsfähig macht.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Südwestsachsen den Strukturwandel aktiv gestaltet und seine Rolle als moderne, resiliente Industrieregion im Herzen Europas weiter ausbaut.
Der Landkreis Mittelsachsen vereint eine stark mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur mit hoher industrieller Kompetenz. Prägend sind leistungsfähige Wertschöpfungsketten in Agrobusiness, Materialien und Werkstoffen, Automotive sowie Bauen und Wohnen. Unsere Region verfügt zudem über eine ausgeprägte Forschungs- und Bildungslandschaft mit Schwerpunkten in Technik, Ingenieurwissenschaften, Werkstoffen, Umwelttechnik und Agrarwirtschaft (u.a. TU Bergakademie Freiberg, Hochschule Mittweida) .
Mittelsachsen zeigt trotz rückläufiger Beschäftigtenzahlen eine hohe Resilienz: viele Branchen sind breit aufgestellt, mehrere kleinere Wertschöpfungsketten, darunter digitale Kommunikation und Ressourceneffizienz, entwickeln sich dynamisch. Die Region steht wie ganz Südwestsachsen vor strukturellen Herausforderungen, bietet aber große Potenziale in Zukunftsfeldern wie Materialinnovationen, Recycling, Energie und digitalen Technologien.
Der Freistaat Sachsen unterstützt den Prozess mit 549.000 Euro Fördermitteln. Die Staatsministerin der Finanzen, Regina Kraushaar, überreichte den Zuwendungsbescheid am 29. September 2025 an den Zwickauer Landrat Carsten Michaelis, Sprecher des Regionalkonvents Chemnitz. Ergänzt durch einen regionalen Eigenanteil steht ein Gesamtvolumen von rund 610.000 Euro zur Verfügung.
Ein Projektmanager, Herr Matthias Lißke, im Landratsamt Zwickau koordiniert den gesamten Prozess. Begleitet wird dieser durch eine interministerielle Arbeitsgruppe sowie durch die Sächsische Staatsregierung.
Der Masterplan ist bewusst nicht als klassisches Investitionsprogramm angelegt, sondern als offener Entwicklungs- und Beteiligungsprozess. Ideen, Bedarfe und Perspektiven aus der gesamten Region sollen einfließen.
Vorgesehen sind unter anderem:
• Workshops und Zukunftswerkstätten
• Beteiligungsformate in allen fünf Gebietskörperschaften
• Fachanalysen und regionale Expert:innenrunden
• ein breiter Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Medizin, Verbänden und Zivilgesellschaft
Die Agenturen Prognos AG in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH beglieten den Prozess aktiv. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die bis Ende 2026 in einem gemeinsamen Fahrplan für ein starkes und zukunftsfähiges Südwestsachsen zusammengeführt werden.
Mit dem offiziellen Start des Beteiligungsprozesses am 11.12.2025 in Chemnitz sind Sie gefragt. Erste Gedanken und Fragen zum Masterplan können hier hinterlassen werden:

Landrat Sven Krüger
Landkreis Mittelsachsen
Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg
Tel. 03431 / 799-3324
regionalmanagement@landkreis-mittelsachsen.de
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.