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Masterplan Region Chemnitz - Südwestsachsen

Gemeinsam den Wandel gestalten

Die Region Chemnitz-Südwestsachsen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Veränderungen in der Automobil- und Zulieferindustrie, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und demografische Entwicklungen stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen sie Chancen für neue Wertschöpfung, Innovation und eine nachhaltige Weiterentwicklung der Region.

Mit dem Masterplan Region Chemnitz–Südwestsachsen haben die Landkreise Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Vogtlandkreis, Zwickau und die Stadt Chemnitz einen gemeinsamen Prozess gestartet, um diese Zukunft aktiv zu gestalten. Der Regionalkonvent Chemnitz übernimmt hierfür die Steuerung und politische Vertretung.

Rund eine Million Menschen leben in Südwestsachsen. Die Region ist seit Jahrzehnten industriell geprägt und verfügt über starke Kompetenzen in Automobilwirtschaft, Maschinenbau, IKT, Kreislaufwirtschaft sowie Forschung und Entwicklung. Jetzt gilt es, diese Stärken zu bündeln und neue Perspektiven für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Lebensqualität zu entwickeln.


Was soll der Masterplan erreichen?

Der Masterplan schafft einen gemeinsamen strategischen Rahmen für die Region Chemnitz/Südwestsachsen. Ziel ist es, industrielle Wertschöpfung zu sichern, neue wirtschaftliche Potenziale zu erschließen und konkrete Zukunftsprojekte auf den Weg zu bringen.

Im Mittelpunkt stehen fünf Handlungsfelder:

  1. Wirtschaft
  2. Wissenschaft und Innovation
  3. Infrastruktur und Mobilität
  4. Bildung und Fachkräfte
  5. Öffentliche Daseinsvorsorge

Dabei geht es nicht um einzelne lokale Maßnahmen. Im Fokus stehen Projekte und Lösungsansätze, die über Landkreis- und Stadtgrenzen hinaus wirken und einen Beitrag zur wirtschaftlichen Transformation der gesamten Region leisten.


Der Landkreis Mittelsachsen im Masterplan

Mittelsachsen bringt eine stark mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur, industrielle Kompetenz und eine breit aufgestellte Forschungs- und Bildungslandschaft in den Masterplan ein.

Zu den wirtschaftlichen Stärken gehören unter anderem leistungsfähige Wertschöpfungsketten in den Bereichen Materialien und Werkstoffe, Automotive, Agrobusiness sowie Bauen und Wohnen. Mit der TU Bergakademie Freiberg und der Hochschule Mittweida verfügt der Landkreis zugleich über starke Partner für Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer.

Besondere Entwicklungspotenziale bestehen beispielsweise bei neuen Materialien, Recycling und Ressourceneffizienz, Energie sowie digitalen Technologien. Der Masterplan bietet die Möglichkeit, diese Kompetenzen stärker mit Partnern aus der gesamten Region Chemnitz/Südwestsachsen zu verknüpfen und gemeinsame Vorhaben zu entwickeln.



Finanzierung und Rahmen

Der Freistaat Sachsen unterstützt den Prozess mit 549.000 Euro Fördermitteln. Die Staatsministerin der Finanzen, Regina Kraushaar, überreichte den Zuwendungsbescheid am 29. September 2025 an den Zwickauer Landrat Carsten Michaelis, Sprecher des Regionalkonvents Chemnitz. Ergänzt durch einen regionalen Eigenanteil steht ein Gesamtvolumen von rund 610.000 Euro zur Verfügung.

Ein Projektmanager, Herr Matthias Lißke, im Landratsamt Zwickau koordiniert den gesamten Prozess. Begleitet wird dieser durch eine interministerielle Arbeitsgruppe sowie durch die Sächsische Staatsregierung.


Der Erweiterte Regionalkonvent

Der Erweiterte Regionalkonvent begleitet die Erarbeitung des Masterplans und bringt unterschiedliche Perspektiven aus der gesamten Region zusammen. Vertreten sind Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und weiteren für die regionale Entwicklung wichtigen Bereichen.

Das Gremium diskutiert zentrale Fragestellungen, bewertet Zwischenergebnisse und begleitet die Entwicklung gemeinsamer Handlungsansätze und Projekte. Damit stellt der Regionalkonvent sicher, dass unterschiedliche regionale Interessen und Kompetenzen in den Masterplan einfließen.

Mittelsachsen wird im Erweiterten Regionalkonvent durch Landrat Sven Krüger sowie Kerstin Kunze, Leiterin des Referates Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, vertreten.

Der erweiterte Regionalkonvent besteht aus insgesamt 18 Mitgliedern: den Landräten Carsten Michaelis (Landkreis Zwickau), Sven Krüger (Landkreis Mittelsachsen), Rico Anton (Erzgebirgskreis), Thomas Hennig (Vogtlandkreis) sowie dem Oberbürgermeister Sven Schulze (Stadt Chemnitz).

Ergänzt werden sie durch weitere Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft:

  • Jens Hertwig, Präsident der IHK-Regionalkammer Zwickau und Vizepräsident der IHK Chemnitz;
  • Dr. Daniel Daum, Geschäftsführer Freie Presse Mediengruppe;
  • Kerstin Kunze, Leiterin Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, Landratsamt Mittelsachsen;
  • Heiko Schwarz, Geschäftsführer der SAXONIA Standortentwicklungs GmbH;
  • Dr. Peggy Kreller, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH;
  • Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz;
  • Marion Päßler, Amtsleiterin Amt für Wirtschaft und Bildung Vogtlandkreis;
  • Lars Luderer, Geschäftsführer der Goldbeck GmbH;
  • Silvana Bergk, Leiterin Geschäftsbereich Wirtschaft der Stadt Chemnitz;
  • Prof. Dr. Martin Dix, Präsident des Industrievereins Sachsen 1828 e.V.

Zu den ständigen Mitgliedern zählen außerdem

  • Thomas Schmidt, Landtagsabgeordneter,
  • Max Jankowsky, Präsident der IHK Chemnitz, sowie
  • Matthias Lißke, Projektmanager Masterplan Region Chemnitz/Südwestsachsen.

Wo steht der Masterplan aktuell?

Aus Analysen, Diskussionen und ersten Ideen werden zunehmend konkrete Handlungsansätze.

Seit dem Start des Beteiligungsprozesses haben sich Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und weiteren Bereichen in Zukunftswerkstätten und Fachdialogen mit zentralen Zukunftsfragen der Region beschäftigt. Dazu gehören unter anderem Wirtschaft und Wissenschaft, Energie, Mobilität und Infrastruktur, Bildung und Fachkräfte, Künstliche Intelligenz und Verwaltungsdigitalisierung.

Gemeinsame Datengrundlage liegt vor

Mit dem im Juli 2026 veröffentlichten Chartbook liegt erstmals eine umfassende Analyse der wirtschaftlichen Ausgangslage der Region Chemnitz/Südwestsachsen vor.

Mehr als 70 untersuchte Indikatoren, Gespräche mit über 50 regionalen Akteuren sowie Befragungen zum Image der Region wurden dafür ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Stärken der Region, machen aber auch Handlungsbedarf sichtbar. Dazu zählen unter anderem Produktivität, Innovationsdynamik, Fachkräftesicherung, digitale Infrastruktur und die demografische Entwicklung.

Damit bildet das Chartbook eine gemeinsame Faktenbasis für die nächsten Schritte des Masterplans: https://www.masterplan-region-chemnitz-suedwestsachsen.de/wp-content/uploads/2026/07/2026-07-08_Chartbook_Prognos_IWC_final.pdf 

Von der Analyse zu konkreten Projekten

Parallel zur Analyse wurden Projektideen aus der Region entwickelt und eingebracht. Erste Projektansätze werden bereits geprüft, mit Partnern weiterentwickelt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die gesamte Region bewertet.

Gesucht wurden insbesondere Vorhaben mit regionaler Relevanz und überregionaler Wirkung, die einen konkreten Beitrag zum Strukturwandel leisten. Die Themen reichen von Technologie und Infrastruktur über Bildung und Fachkräfte bis zur Standortentwicklung.

Nach Abschluss der Einreichungsphase am 31. August 2026 werden die Projektansätze weiter bewertet, gebündelt und in den Masterplan-Prozess eingeordnet.

Bis Ende 2026 sollen die Analysen, Ergebnisse der Beteiligungsformate und Projektansätze in einem gemeinsamen Fahrplan für die Region Chemnitz/Südwestsachsen zusammengeführt werden.

Gemeinsam über Landkreisgrenzen hinweg

Gesteuert wird der Masterplan durch den Regionalkonvent Chemnitz. Die beteiligten Landkreise und die Stadt Chemnitz arbeiten dabei gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Bereichen an der strategischen Ausrichtung.

Mittelsachsen ist sowohl auf politischer Ebene als auch durch die Wirtschaftsförderung in diesen Prozess eingebunden. Damit können wirtschaftliche Interessen, regionale Kompetenzen und Projektansätze aus Mittelsachsen unmittelbar in die Entwicklung des Masterplans einfließen.

Der Freistaat Sachsen unterstützt die Erarbeitung des Masterplans finanziell und begleitet den Prozess gemeinsam mit der Region.

Wie geht es weiter?

Der Masterplan soll bis Ende 2026 einen gemeinsamen Fahrplan für die weitere Entwicklung der Region Chemnitz/Südwestsachsen vorlegen. Entscheidend wird sein, aus den Analysen und Projektideen konkrete Vorhaben und Kooperationen zu entwickeln.

Für Unternehmen bietet der Prozess insbesondere die Chance, sich überregional zu vernetzen, neue Kooperationen aufzubauen und sich frühzeitig mit Themen auseinanderzusetzen, die die wirtschaftliche Entwicklung Südwestsachsens in den kommenden Jahren prägen werden.


Ihr Ansprechpartner in Mittelsachsen

Landrat Sven Krüger
Landkreis Mittelsachsen
Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg

Tel. 03431 / 799-3324
regionalmanagement@landkreis-mittelsachsen.de 


Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.