Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří erhält UNESCO-Urkunde

Beim Festakt am 14.09.2019 in der Silberstadt Freiberg nahm der sächsische  Ministerpräsident Michael Kretschmer die Urkunde zur Einschreibung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in die UNESCO-Welterbeliste von Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, entgegen. Im Juli 2019 hatte das Welterbekomitee die Montanregion als außergewöhnliches herausragendes Zentrum wissenschaftlich-technologischer Bergbauinnovation und als einzigartige montane Kulturlandschaft anerkannt.

Die grenzüberschreitende Welterbestätte Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří besteht aus 22 Teilgebieten, 17 davon in Deutschland (Sachsen) und fünf in Tschechien (Karlovy Vary, Ústí nad Labem). Ein mittelsächsischer Bestandteil ist die Montanlandschaft Erzgebirge mit der Bergbaulandschaft Gersdorf, dem Erzkanal mit Gruben im Freiberger Nordrevier,die Himmelfahrt Fundgrube mit Hüttenkomplex Muldenhütten, die historische Altstadt Freiberg, die Bergbaulandschaft Zug, die Bergbaulandschaft Brand-Erbisdorf und das bergbauliche Wasserwirtschaftssystem Freiberg.

Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit 1.121 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. Deutschland verzeichnet 46 Welterbestätten. Voraussetzung für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte und ein Managementplan, der die Erhaltung des Erbes für aktuelle und zukünftige Generationen sicherstellt. Mit der Einschreibung in die Welterbeliste verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Welterbestätten auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu schützen und ihren Wert der Gesellschaft zu vermitteln.