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Projekt SAMSax erfolgreich abgeschlossen und es wird weitergehen. Neue Perspektiven für Kreislaufwirtschaft und Industrie.

Mit dem Abschluss des simul⁺Reallabors SAMSax an der TU Bergakademie Freiberg am 7. November 2025 ist Sachsen einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Produktion gegangen. Das vom Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung mit rund 1,7 Millionen Euro geförderte Projekt zeigte, wie sich industrielle und landwirtschaftliche Reststoffe mithilfe additiver Fertigung in neue, hochwertige Produkte umwandeln lassen. Damit stärkt SAMSax nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern liefert auch praxisnahe Ansätze für die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft.

Im Rahmen des dreijährigen Projekts analysierte das interdisziplinäre Konsortium aus den Technischen Universitäten Freiberg, Dresden und Chemnitz insgesamt 53 Reststoffe. 25 davon wurden erfolgreich im 3D-Druck verarbeitet – unter anderem Miscanthus-Gras, aus dem formstabile Theaterkulissen für das Städtische Theater Chemnitz entstanden. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung eines Multimaterial-Druckers an der TU Bergakademie Freiberg, der seit Ende 2024 neue Möglichkeiten in der industriellen Anwendung eröffnet.

Das Projekt vernetzte über 220 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Ziel war es, Reststoffe aus der Industrie und Landwirtschaft – etwa Holzreste oder Pflanzenfasern – mit potenziellen Abnehmern aus Produktion und Forschung zu verbinden. So entstanden neue Wertschöpfungsmodelle, die ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Nutzen vereinen.

SAMSax fand nationale und internationale Beachtung: mit über 25 Messeauftritten, Kooperationen mit 17 Forschungseinrichtungen und zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Auch der Wissenstransfer spielte eine große Rolle – etwa durch Mitmachangebote auf Messen oder Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, die junge Menschen für den 3D-Druck begeisterten.

Das Projektteam plant, die Zusammenarbeit auch nach Projektende fortzuführen. Künftig sollen sächsische Unternehmen noch gezielter beim Einstieg in die additive Fertigung mit Reststoffen unterstützt werden – ein klarer Beitrag zur Stärkung der Innovationskraft in der Region.

Weitere Informationen:

https://blogs.hrz.tu-freiberg.de/samsax/