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Kreislaufwirtschaft lebt von Ideen – und genau die sucht der Wettbewerb „Loopings in Mittelsachsen“. Ob Unternehmen, Schule, Verein oder Initiative: Interessierte können ihr Projekt sichtbar machen und zeigen, wie Kreisläufe in der Region geschlossen werden können. Teilnehmen ist noch bis 30. September 2025 möglich.

Manchmal beginnt eine gute Idee ganz unscheinbar – ein fiktives Beispiel: In einer Werkstatt bleiben regelmäßig Materialreste übrig – zu klein für die Produktion, aber zu schade, um sie wegzuwerfen. Lange Zeit landeten sie ungenutzt in der Ecke.

Bis eine Schule aus der Nachbarschaft nachfragte: „Können wir diese Reste für unseren Werkunterricht verwenden?“ Was zunächst nur als kleine Unterstützung gedacht war, wurde zu einem gemeinsamen Projekt. Schülerinnen und Schüler entwickelten Ideen für Bänke, Insektenhotels und Regale. Das Unternehmen stellte Materialreste und Fachwissen bereit, während die Jugendlichen mit Kreativität und handwerklichem Geschick Neues entstehen ließen.

Das Ergebnis: ein grünes Klassenzimmer – und ein mögliches starkes Beispiel für Kreislaufwirtschaft im Alltag.

Genau solche Kooperationen möchte der Wettbewerb „Loopings in Mittelsachsen“ sichtbar machen. Veranstaltet wird er vom LEADER-Gebiet SachsenKreuz+, das auch die Teilnehmenden dabei unterstützt, ihre Ideen weiterzuentwickeln. Wichtig ist dabei: Jeder Wettbewerbsbeitrag sollte einen Mehrwert für diese LEADER-Region bieten. Wer sich unsicher ist, wie dieser Mehrwert aussehen könnte, erhält Unterstützung – sei es durch Beratung oder durch gemeinsames Nachschärfen der Idee.

Ob Tauschplattform, Upcycling-Projekt, Repair-Café oder zirkuläre Dienstleistung: gesucht werden praxisnahe Lösungen, die zeigen, wie Stoffkreisläufe in Mittelsachsen geschlossen werden können. Besonders gefragt sind dabei Partnerschaften zwischen verschiedenen Akteuren, wie im obigen Beispiel.

„Teilnehmende Akteure profitieren gleich doppelt: Sie zeigen Verantwortung für Ressourcen und Region – und sie gewinnen durch Vernetzung Reichweite und neue Impulse“, erklärt Josefine Tzschoppe vom Regionalmanagement Sachsenkreuz+.

Die besten Ideen werden mit insgesamt 9.000 Euro prämiert – verteilt auf drei Kategorien: Schulen & Institutionen, Privatpersonen & Vereine, Unternehmen. Die Erstplatzierten jeder Kategorie erhalten 1.500 Euro, der zweite Platz 1.000 Euro und der dritte 500 Euro.

Die Teilnahme ist unkompliziert: Ein Anmeldeformular und eine kurze Projektbeschreibung reichen aus. Einsendeschluss ist der 30. September 2025. Wer seine Idee noch entwickeln möchte, kann sich zusätzlich durch eine kostenlose Beratung vom Regionalmanagement des LEADER-Gebiets SachsenKreuz+ unterstützen lassen.

Der Wettbewerb lebt von Kooperationen. Besonders Unternehmen sind eingeladen, gemeinsam mit Schulen, Vereinen oder anderen Institutionen ihre Ideen einzubringen. Denn die besten Projekte entstehen, wenn unterschiedliche Akteure ihre Stärken zusammenführen.

So wie im fiktiven Beispiel: Ein Unternehmen stellt Materialreste und Know-how zur Verfügung, eine Schule bringt Kreativität und Tatkraft ein – und am Ende entsteht ein Gewinn für alle.

Der Wettbewerb ist Teil des Modellvorhabens „Circular Rural Regions“ und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das BBSR im Rahmen des Förderprogramms „Region gestalten“, bei dem es sich um eine Pilotaktion im Rahmen der Territorialen Agenda 2030 handelt.

Weitere Informationen, Anmeldeformulare und Vorlagen für die Projektbeschreibung gibt es auf der Internetseite des LEADER-Gebietes SachsenKreuz+ www.sachsenkreuzplus.de/wettbewerbe/2025.