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Im Ergebnis waren sich alle einig, dass Wasserstoff als Energieträger, Speichermedium und in der stofflichen Verwendung perspektivisch in industriellen Prozessen nicht mehr wegzudenken ist. Aktuell ist es aus Unternehmenssicht wichtig am Thema dran zu bleiben und sich lokal mit Gleichgesinnten zusammen zu tun.
Der Landkreis hatte in Zusammenarbeit mit dem HZwo e. V. zum ersten Wasserstoffaustausch Mittelsachsens eingeladen. Ziel des Treffens war es, Unternehmen, die bereits im Wasserstoffsektor tätig sind oder zukünftig stärker involviert sein möchten, zu vernetzen und gemeinsame Perspektiven für die Entwicklung dieser Zukunftstechnologie zu entwickeln.
Die Veranstaltung bot durch eine Besichtigung des H2-Feldes sowie der Baggerschaden-Demonstrationsanlage (BSDA) praxisnahe Einblicke in die technologischen Fortschritte der Wasserstoffwirtschaft. Diese zeigten eindrucksvoll, wie weitreichend die Entwicklungen in diesem Bereich bereits sind und welches Potenzial Wasserstoff für unterschiedlichste Branchen birgt.
Eröffnet wurde der Austausch von Kerstin Kunze, Referatsleiterin Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, sowie Michelle Vinke vom HZwo e. V. In einer Vorstellungsrunde wurden die aktuellen Themen der Wasserstofftechnologie beleuchtet, gefolgt von einer Umfrage zu den größten Herausforderungen und Chancen der Branche. Karl Lötsch vom HZwo e. V. präsentierte in seinem Vortrag die Potenziale von Wasserstoff speziell für die Region Mittelsachsen. Er betonte dabei die immense Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit und stellte u. a. den „Wasserstoffmarkt Localiser“ vor – eine digitale Plattform zur Vernetzung von Angebot und Nachfrage im Bereich Wasserstoff.
Dr. Jörg Nitzsche vermittelte eindrücklich wieviel Forschungs- und ingenieurtechnische Kompetenz Mittelsachsen bereits mit dem DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg hat. Er machte klar, dass Wasserstoff eine realistische und zukunftsfähige Option für die Industrie darstellt. Anhand konkreter Beispiele und technologischer Entwicklungen zeigte er auf, dass die Wasserstoffproduktion und -nutzung maßgeblich zur Decarbonisierung der Wirtschaft beitragen kann.
Jörg Scheibe von der inetz GmbH beleuchtete die Herausforderungen und Chancen beim Aufbau eines regionalen Wasserstoffverteilnetzes. Seine Ausführungen verdeutlichten, wie eine gut ausgebaute Infrastruktur den Grundstein für eine breite Anwendung von Wasserstofftechnologien in Mittelsachsen legen kann. Den Abschluss der Vorträge bildete Alexander Liehske von GP Joule, der die Möglichkeiten der dezentralen, regionalen Wasserstofferzeugung anhand eines Projektes in der Lausitz aufzeigte.
Die Resonanz auf die Veranstaltung verdeutlichte, dass Wasserstoff in Mittelsachsen nicht nur als Technologie der Zukunft wahrgenommen wird, sondern schon heute wichtige Impulse für die regionale und industrielle Entwicklung setzt. Durch die enge Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft hat die Region das Potenzial für wegweisende Projekte in Bezug auf den Einsatz der Wasserstoffmoleküle.
Hinweis:
Unternehmen mit Wasserstoffbedarf oder -überschuss können seit März 2022 den kostenfreien internationalen Wasserstoffmarktplatz - Localiser nutzen, um gezielt nach Geschäftspartner
zu suchen. Der Marktplatz bietet die Möglichkeit, die gesamte Wasserstoffwertschöpfungskette digital zu vernetzen. Ob Produzenten oder Verbraucher – Unternehmen können ihre Angebote und Bedarfe darstellen, sich vernetzen und die Infrastruktur von morgen effizient und digital planen. So wird der Austausch und Handel von Wasserstoff auf internationaler Ebene vereinfacht und gefördert. Weitere Information unter folgendem Link: https://www.localiser.de/wasserstoff-infrastruktur-planen
1. Bedarfsanalyse mit Erstberatung zu Wasserstoff für Unternehmen
Die IHK Chemnitz in Kooperation mit der DBI Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg führt eine Wasserstoffbedarfsstudie durch. Diese Studie wird im Rahmen der „Initiative Transformation Automobilregion Südwestsachsen (ITAS)“ der IHK Chemnitz durchgeführt und hat das Ziel, den industriellen Wasserstoffbedarf im Kammerbezirk der IHK Chemnitz zu erfassen. Teilnehmende Unternehmen profitieren von einer kostenlosen Erstberatung zum Thema Wasserstoff und dessen Anwendungsmöglichkeiten in der Industrie. Weitere Informationen und Teilnahme unter folgendem Link: https://limesurvey.external.dbi-gruppe.de/index.php/718772
2. Bedarfsanalyse zu Wasserstoff für Unternehmen
Die Region Chemnitz aktualisiert ihre Wasserstoffbedarfsanalyse für den Mobilitätssektor. Unternehmen, Ministerien und relevante Akteure werden dringend gebeten, sich an der Umfrage zu beteiligen. Die Ergebnisse dieser Umfrage sind entscheidend für die strategische Planung und zukünftige Förderung der Wasserstofftechnologien. Der Einsendeschluss ist der 25. September 2024.
Weitere Informationen und Teilnahme unter folgendem Link: https://transformationshub-ch2ance.limesurvey.net/326926?lang=de
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