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Die Gewinner des 19. sächsischen Innenstadtwettbewerbs "Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen 2022" stehen fest.

Die beiden mit jeweils 30.000 Euro dotierten ersten Preise gehen nach Oederan für das Projekt »Ernährung neu gedacht – Essbare Wildpflanzen in der Stadt« und in die Große Kreisstadt Freiberg für das Vorhaben »Der grüne Peter«, eine Begrünung der Fußgängerzone Petersstraße.

Der Freistaat hat den City-Wettbewerb auch 2022 mit zusätzlichen Mitteln unterstützt. Ausgelobt waren Preisgelder in Höhe von insgesamt 300.000 Euro. Das Jahresmotto lautete »Kreativ aus der Krise – Innenstadt neu denken!« Die Schirmherrschaft, die jährlich zwischen dem Wirtschaftsministerium (SMWA) und dem Regionalentwicklungsministerium (SMR) wechselt, lag diesmal beim SMWA.

Bei der heutigen Abschlussveranstaltung auf der Leipziger Messe im Rahmen der Messe »denkmal 2022« informierten sich etwa 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen über die Wettbewerbsbeiträge. Den Höhepunkt bildete die Preisverleihung durch Wirtschaftsstaatsekretär Thomas Kralinski sowie durch Vertreter der Initiatoren und Sponsoren.

»Unser Ziel sind lebendige und lebenswerte Innenstädte, wo sich Menschen treffen, einkaufen, arbeiten, was erleben – schlicht: wo der Bär steppt. Wie wichtig das ist, zeigt die große Resonanz auf die City-Offensive. 34 Bewerbungen aus 33 Städten und Gemeinden sind eingegangen«, sagte Staatssekretär Thomas Kralinski in Leipzig und betonte: »Viele der ausgezeichneten Projekte beschäftigen sich mit den großen Herausforderungen unserer Zeit, wie den Folgen der Corona-Pandemie, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und moderne Mobilität. Das zeugt von weitsichtigem Denken in Sachsens Kommunen. Was wir brauchen, ist ein neuer Mix aus Wohnen, Kultur, Freizeit, Erlebnis, Mobilität und Einzelhandel. Und vor allem brauchen wir den Mut, Neues in unseren Zentren auszuprobieren.«

»Der Wettbewerb ‚Ab in die Mitte!‘ ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung unserer Innenstädte. Unsere Stadtzentren befinden sich in einer Phase des Wandels und der Transformation. Die vielfältigen Projektideen des Wettbewerbs zeigen, dass der notwendige Wandel mit Einfallsreichtum und Kreativität zu bewältigen ist, und dass sich neue, bislang ungesehene Chancen ergeben«, so Thomas Schmidt, Staatsminister für Regionalentwicklung. »Wir brauchen eine neue Umbaukultur in unseren Städten, die die Möglichkeit neuer Nutzungen in den Mittelpunkt stellt. ‚Ab in die Mitte‘ befördert schon seit Jahren dieses transformative Element in der Stadtentwicklung. Jedes eingereichte Projekt ist ein Gewinn für die Akteure vor Ort, besonders in den kleineren Städten und Gemeinden. Deshalb danke ich allen Teilnehmern für ihre Beiträge und hoffe sehr, dass es im nächsten Jahr mindestens genauso viele werden!«

Die jeweils mit 20.000 Euro dotierten zweiten Plätze belegen in diesem Jahr Görlitz, Grimma, Hohnstein und Niesky. Jeweils 12.000 Euro erhalten die Drittplatzierten Auerbach/Vogtland, Bernstadt auf dem Eigen, Burgstädt, Chemnitz, Hoyerswerda, Meißen, Mittweida und Torgau. Anerkennungspreise (jeweils 5.000 Euro) vergab die Jury an Dresden, Eilenburg, Flöha, Kamenz, Lengenfeld, Mulda, Pockau-Lengefeld, Reichenbach im Vogtland, Rodewisch, Sebnitz, Stollberg/Erzgebirge und Zittau.

Chemnitz kann sich für sein Projekt »Augmented Reality – Erlebnisse für die Chemnitzer Innenstadt« zusätzlich über den vom sächsischen Wirtschaftsministerium gestifteten Sonderpreis »Einzelhandel« (10.000 Euro) freuen. Eine App soll mit digitalen Anreizen (»erweiterte Realität«) potenzielle Kunden in die City locken und auch in weniger frequentierte Lagen lotsen.

Darüber hinaus haben verschiedene Sponsoren Sonderpreise für die Projekte aus Auerbach, Oederan und Reichenbach (Kategorie »Blühendes Zentrum«), Bernstadt (Kategorie »Nachhaltige Stadtentwicklung«) und Mittweida (Kategorie »Licht«) gestiftet.

Warum die Städte Oederan und Freiberg gewonnen haben?

Stadt Oederan: »Ernährung neu gedacht – Essbare Wildpflanzen in der Stadt«

Natur ist in aller Munde. Auch in Oederan. Das Konzept »Ernährung neu gedacht – essbare Wildpflanzen in der Stadt« überzeugt, indem es liebenswert einfach die Natur nicht zum Selbstzweck erklärt, sondern den Menschen die Natur in die Stadt bringt. Und das nicht nur visuell mit einer entsprechenden Gestaltung von (Wildpflanzen-)Parkflächen quer durch die Innenstadt, sondern auch kulinarisch mit Regiomarkt, Kursen, Restaurant und Kochbuch. In den Corona-Krisenzeiten, wo eventuelle Frusternährung die Bewegung überdeckte, erhält nun die gesunde Ernährung einen noch größeren Stellenwert. So überzeugte diese ernährungspädagogische Freiluftschule die Jury, da sie so vieles mit nachhaltiger Wirkung in sich vereint: Naturnähe in der Innenstadt, direktes und begleitendes bürgerliches Engagement über den Verein »Wildes Oederan e.V.« und eine Verwirklichung des Trends der gesunden Ernährung. Zudem dient die Projektidee wunderbar als inspirierende Blaupause (Parkanlage, Kurse, Kochbuch usw.) für andere Städte. Und nicht zuletzt setzt Oederan mit dem neuen Projekt die Historie zu seinen Wettbewerbsbeiträgen der vergangenen Jahre mit einem völlig neuen Thema fort und wandelt so in den vom Wettbewerb gewünschten Themenwelten.

Universitätsstadt Freiberg: »Der grüne Peter«

Mit dem Projekt »Der grüne Peter« will die Preisträgerstadt einen wichtigen Bestandteil der Fußgängerzone in der unmittelbaren Innenstadt beleben und begrünen und somit einen neuen, attraktiven Aufenthaltsraum in der Innenstadt schaffen. Die Petersstraße gilt als das Einfallstor zur Innenstadt und obwohl der breite Boulevard ausreichend Platz und Sonne bis in die Abendstunden bietet, stellt er für Innenstadtbesucher derzeit lediglich eine »Fußgänger-Autobahn« dar. Mit Verleihung des Welterbetitels für die »Montanregion Erzgebirge/Krusnohori«, deren Bestandteil die zu ehrende Stadt ist, soll das Welterbe-Besucherzentrum als Besuchermagnet gezielt Einheimische und Touristen in die Petersstraße ziehen.

Eine ansprechende Begrünung der Straße durch Stauden und Naschsträucher, verspielte Sitzmöbel und die Auseinandersetzung mit dem Thema »Wasser in der Stadt« sollen so einen neuen Lebensraum und gleichzeitig eine attraktive Einkaufslage schaffen.

Ein Gewinn für die »Montanregion Erzgebirge/Krusnohori«, so die Jury.


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