Externer Inhalt von ##teaserTitle##
##teaserText##
Seit Anfang November arbeitet die Nachwuchsforschungsgruppe BioWin der TU Bergakademie Freiberg an neuen Verfahren, um Reststoffe der Agrarwirtschaft in hochwertige Materialien zu überführen. Im Fokus stehen Rapsstroh, Obsttrester und Kartoffelschalen. Aus diesen biogenen Reststoffen sollen Fasern und Schichten gewonnen werden, die sich als Verpackungen oder Beschichtungen nutzen lassen.
Die Forschenden setzen auf mechanische Aufbereitungsmethoden und umweltfreundliche Lösungsmittel. Anschließend werden die gewonnenen Bestandteile durch Elektrospinnen, Nassspinnen oder Sprühbeschichtung zu neuen Materialien verarbeitet. Begleitet wird die Entwicklungsarbeit von einer Analyse der wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen. Ziel ist es, möglichst viele Bestandteile der Biomasse zu verwerten und dabei auf nachhaltige Prozesse zu setzen.
Für Unternehmen in Sachsen ergibt sich ein konkreter Mehrwert. Die Ergebnisse zu Materialeigenschaften, Einsatzmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit sollen in einer Datenbank bereitgestellt werden. Damit können Betriebe prüfen, wie sich Verfahren und Materialien für das eigene Reststoffmanagement oder für neue Produkte nutzen lassen. Angesichts von mehr als 18.000 bioökonomisch aktiven Betrieben im Freistaat bietet das Projekt Potenzial für Kooperationen und technologische Weiterentwicklungen.
Die Nachwuchsgruppe verknüpft naturwissenschaftliche Forschung mit betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Dazu gehören Wirtschaftlichkeitsanalysen, Potenzialbewertungen und Kenntnisse zu Netzwerkarbeit und Gründungskompetenzen. Gleichzeitig wird BioWin in das Freiberg Center for Circular Economy eingebunden, das als Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft an der TU Bergakademie Freiberg etablierte Strukturen bietet.
Das Vorhaben wird mit rund 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des ESF Plus und aus Landesmitteln gefördert. Damit unterstützt Sachsen die Entwicklung nachhaltiger Verfahren sowie die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses für eine zukunftsorientierte Wirtschaft.
Weiterführende Informationen:
https://tu-freiberg.de