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Wie lässt sich die Erfolgsgeschichte der mittelsächsischen ProduktSCHAU in die digitale Welt übertragen? Dieser Frage widmeten sich Unternehmen aus dem Landkreis gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung beim RegioTreff „ProduktSCHAU“ in der Villa Gückelsberg in Flöha. Beim Unternehmerfrühstück ging es um mehr als Brötchen und Kaffee: Im Mittelpunkt standen Ideen, wie die bekannte Broschüre „ProduktSCHAU – was es in Mittelsachsen alles gibt…“ neu aufgelegt und zugleich digital weitergedacht werden kann.
Seit Jahren zeigt die ProduktSCHAU, wie vielfältig die regionale Wirtschaft ist – von Lebensmitteln über Handwerk bis zu Technikprodukten. Bisher vor allem als Ausstellung und Broschüre sichtbar, soll das Projekt nun stärker online präsent sein. Ziel ist es, die Firmen aus Mittelsachsen nicht nur vor Ort, sondern auch auf Social Media erlebbar zu machen.
Beim RegioTreff wurde schnell deutlich: Die Unternehmen bringen jede Menge Erfahrung aus der Praxis mit. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit authentischem Social Media Marketing gemacht. So bekommt man auch Aufmerksamkeit durch die klassischen Medien“, berichtete etwa Daniel Zimmermann von Frische Erleben. Auf der anderen Seite steht die Erkenntnis, dass Reichweite allein nicht genügt: „Wir haben viel Geld in teure Facebook-Kampagnen gesteckt, die zwar Leads, aber keine Aufträge gebracht haben“, gab Herr Schmidt von Alfred Brasse offen zu. Einig war man sich darin, dass der Schlüssel zum Erfolg in der richtigen Zielgruppe und der passenden Ansprache liegt.
Genau hier setzt die Idee einer starken Gemeinschaft an: Die teilnehmenden Unternehmen wollen sich künftig stärker gegenseitig unterstützen und gleichzeitig „ihre ProduktSCHAU“ als gemeinsames Dach nutzen.
Konkret wurden verschiedene Formate entwickelt, die die analoge Welt der Broschüre mit der Dynamik der sozialen Medien verbinden. Vorgeschlagen wurden unter anderem ein Social-Media-Adventskalender auf Instagram: Jeden Tag im Dezember stellt sich ein anderes Unternehmen mit einem kurzen Video oder Beitrag vor, die Wirtschaftsförderung bündelt und teilt die Inhalte über ihre Kanäle. Der Kalender startet am 1. Dezember und wird unter @wirtschaft.mittelsachsen geteilt.
Besonders viel Zuspruch fand die Idee einer Besuche-Challenge unter dem Motto „Produkte von nebenan“: Unternehmen besuchen sich gegenseitig. So entstehen authentische Kurzclips für Social Media – und gleichzeitig wachsen die persönlichen Verbindungen in der Region. Ein echtes Netzwerk digital und ganz echt. Nach dem Staffelstab-Prinzip nominiert jedes besuchte Unternehmen das nächste. Denkbar ist zudem eine Live-ProduktSCHAU auf YouTube, bei der sich mehrere Betriebe mit ihren Produkten vorstellen, Fragen aus dem Publikum beantworten und so zusätzliches Videomaterial für Websites und Social-Media-Kanäle entsteht.
Flankiert werden sollen diese Aktionen von ganz praktischer Unterstützung: So standen Workshops zu Social Media Marketing ebenso auf der Ideenliste wie Informationsangebote rund um Online-Shops. Mit seinem langjährigen Know-how im Onlinehandel bot Unternehmer Björn Rülke an, Einstiegsmöglichkeiten zu zeigen und Erfahrungen zu teilen – bis hin zur Nutzung vorhandener Shop-Strukturen und Logistik.
Wer neugierig geworden ist, folgt der Wirtschaftsregion Mittelsachsen gern via Instagram unter @wirtschaft.mittelsachsen. Die ProduktSCHAU gibt es online unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de
Aktuell wird die gedruckte Broschüre neu aufgelegt, einige wenige Exemplare der dritten Auflage sind unter regionalmanagement@landkreis-mittelsachsen.de kostenfrei abrufbar.
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