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An ein Flugzeug erinnert auf den ersten Blick allerdings keines der Bauteile, welche in den Produktionshallen zu sehen sind. „Das ist ein Teil der Außenverkleidung eines Flugzeugrumpfes“, erklärt er und deutet auf eine gekrümmte Glasfaserstruktur. Auch Falttüren oder Wickeltische für die Sanitärkabinen werden bei der Cotesa gefertigt. Der Umgang mit dem Werkstoff erfordert dabei einen hohen Anteil an Handarbeit. Aufgrund der besonderen Formen ist eine Automatisierung bei der Herstellung kaum machbar. Auch sieht der junge Mann ein hohes Entwicklungspotenzial in der Arbeit mit Kohlefaser. „Da gibt es noch viel zu entwickeln.“ Eine Einladung an kommende Ingenieurgenerationen. Dabei helfen die guten Kontakte zur hiesigen Hochschule und den sächsischen Universitäten, von denen schon Michael Wensel selbst profitierte.

„Als ich hier anfing, hatten wir gerade mal zwischen 50 und 60 Mitarbeiter“, erinnert sich der heute 30-Jährige beim Gang durch die Produktionshallen. Inzwischen sind es über 300 Mitarbeiter – das Unternehmen ist rasant gewachsen. Und Michael Wensel stieg binnen weniger Jahre zum Leiter des Produktionsmanagements auf. Die flachen Hierarchien und das familiäre Miteinander des mittelständischen Unternehmens machten es möglich. Ambition und Engagement zahlen sich da schnell aus. Gerade jungen Menschen bieten Firmen wie die Cotesa GmbH darum ideale Entwicklungsmöglichkeiten. In ein größeres Unternehmen in den industriellen Ballungsräumen zieht es Michael Wensel gar nicht. „Vor dem Geld steht der Wohlfühlfaktor auf Arbeit“, merkt er an und schmunzelt.

Seine Heimatstadt zu verlassen, ist dem gebürtigen Mittweidaer bisher nicht in den Sinn gekommen. Sein Unternehmen ist ihm ans Herz gewachsen und die fortwährende Entwicklung stellt ständig neue spannende Herausforderungen. Auch in der Freizeit ist Michael Wensel immer in Bewegung. Seit Jahren spielt er begeistert Volleyball beim städtischen TSV Fortschritt Mittweida und hat 2011 sogar den Trainerschein gemacht. Und was ist mit der Familienplanung? In diesem Jahr wollen er und seine Lebensgefährtin zusammenziehen. „Kindergärten, Bildungseinrichtungen und eine namhafte Hochschule – es ist doch alles da in Mittweida“, meint er mit einem Augenzwinkern.

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