Zum Hauptinhalt springen


125 Millionen Euro Invest in Familienunternehmen

Vier Fachbetriebe unter einem Dach, über 600 Mitarbeitende, 70 Jahre Maschinenbau-Tradition: Das ist die PARTZSCH Unternehmensgruppe heute. 1954 nahm sie als „Reparaturwerk für elektrische Maschinen und Apparate“ unter der Leitung des Gründers Werner Partzsch in Döbeln ihren Anfang. In den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten stand vorwiegend die Instandhaltung und Reparatur von Elektromotoren und Generatoren kleinerer und mittlerer Leistung auf dem Programm. Das Unternehmen wuchs von sieben auf heute über 600 Beschäftigte – auch unter teils schwierigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen und Zeiten der Materialknappheit.

Im Jahr 1989 übernahm Thomas Partzsch, Sohn von Werner Partzsch, das Ruder des Unternehmens und führte es sicher durch die folgenden Jahre. Das Unternehmen wuchs enorm an Kompetenzen und Mitarbeitenden. Im Jahr 2021 zog sich Vater Thomas Partzsch aus der aktiven Unternehmensführung zurück und aus der bisherigen Rechtsform e. K. wurde eine GmbH.

Heute verteilt sich die Verantwortung der PARTZSCH Unternehmensgruppe auf eine starke Führungsebene: Vier Geschäftsführer – Thomas Götze, Remo Nitschmann, Holger Klotsche sowie Sohn und Enkel Christian Partzsch arbeiten partnerschaftlich zusammen, um die PARTZSCH Unternehmensgruppe nachhaltig in die Zukunft zu führen.

In den Augen der Geschäftsführer funkelt das Feuer, wenn sie über ihre Firma sprechen. „Europas größtes herstellerunabhängiges Reparaturwerk für elektrische Maschinen“, steht stolz auf einem Banner im Eingangsbereich. Und PARTZSCH kann noch viel mehr: „Immer, wenn es um rotierende elektrische Maschinen geht, ist man bei PARTZSCH gut aufgehoben“, erklärt Christian Partzsch. Rotierende elektrische Maschinen – das sind Elektromotoren oder Generatoren, zum Beispiel für Kraftwerke, Windkraftanlagen, Müllverbrennungsanlagen, Papierfabriken, Wasserkraftanlagen, Chemieparks oder die Zementindustrie. Die großen Elektromotoren von PARTZSCH kommen zum Beispiel in Industriemaschinen, Drehbänken, Pressen, Förderbändern oder Aufzügen zum Einsatz. Seit Neuestem werden auch Magnete unter anderem für den Teilchenbeschleuniger im CERN hier gefertigt. „Was wir hier machen, ist die perfekte Kombination aus Elektrotechnik und Maschinenbau“, sagt Thomas Götze mit stolzem Blick auf die hochmoderne Produktion.

„Was wir hier machen, ist die perfekte Kombination aus Elektrotechnik und Maschinenbau“

sagt Thomas Götze - mit stolzem Blick auf die hochmoderne Prouduktion.

Beeindruckende Dimensionen und ein Team mit besonderem Spirit

Was beim Gang durch die Hallen als Erstes ins Auge fällt, sind die gigantischen Dimensionen der Anlagen. Das Einzelstückgewicht liegt bei bis zu 125 Tonnen. „Dank der großen Fertigungstiefe können wir superschnell reagieren. Sowas wie PARTZSCH gibt’s weltweit nicht nochmal. Von der eigenen Drahtfertigung bis zur Blechbearbeitung haben wir alles im eigenen Haus. So können wir innerhalb weniger Tage alles liefern, wofür externe Lieferanten Wochen bräuchten“, unterstreicht der Geschäftsführer.

„Dazu haben wir das beste Team der Welt“,

ergänzt Christian Partzsch

mit leuchtenden Augen und erzählt eine Geschichte, wo eine Ostseefähre kurz vor Weihnachten kaputtging und die Döbelner es schafften, dass sie rechtzeitig zum Jahreswechsel wieder fuhr – sogar einen Tag eher als geplant. „Unsere Leute haben das Partzsch-Gen“, lacht der Inhaber in dritter Generation. „Sie sind weitaus mehr als eine Nummer in der Kartei.“ „Wir sind regelmäßig in den Hallen“, sagen die beiden Geschäftsführer, und man sieht ihnen an, dass ihnen das ein Herzensbedürfnis ist. Einmal im Quartal teilen sie ihre Ziele und Zahlen mit der Belegschaft, in allen Hallen hängen große Monitore mit den aktuellen Highlights und News und die Mitarbeitenden werden regelmäßig nach ihren Bedürfnissen befragt.  

Tausende Stunden Handarbeit

„Wir sind ein sehr handwerksintensiver Betrieb. In jeder großen Anlage stecken mehrere tausend Stunden Handarbeit“, erklärt Thomas Götze. „Da sind die Schnittstellen zwischen den einzelnen Bereichen sehr wichtig.“ Auch das betriebliche Gesundheitsmanagement spielt seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. So helfen Sensoren bei der Erstellung von Arbeitsplatzanalysen und Bewegungsabläufe werden durch Physiotherapeuten optimiert. Engagierte Mitarbeiter entdeckt PARTZSCH dort, wo Talente wachsen: an regionalen Schulen. Hier bringt sich das Unternehmen mit praxisnahen Ganztagsangeboten ein, die Lust auf Technik machen. Auch bei der Aktion „Schule macht Betrieb“ ist PARTZSCH regelmäßig dabei, ebenso bei der Woche der offenen Unternehmen. „Von unseren Azubis erwarten wir Pünktlichkeit, Höflichkeit uns Zuverlässigkeit“, unterstreicht Thomas Götze. Als Gegenleistung werden sie Teil einer eingeschworenen Gemeinschaft und können sich selbst verwirklichen – unter anderem bei eigenständigen Social Media Projekten, in denen die Azubis selbst Videos zu den einzelnen Fertigungsschritten drehen. „Wir haben viele Sportler im Unternehmen“, sagt Thomas Götze mit Blick auf Christian Partzsch, „und auf dem Spielfeld wie in unseren Werkhallen geht es immer um die Frage: Wie gelingt es, aus vielen Einzelspielern eine Einheit zu machen? Das ist unser täglicher Ansporn, der uns immer wieder zu Höchstleistungen antreibt.“


Unternehmensprofil | PARTZSCH Elektromotoren GmbH

Branche:

Elektromaschinenbau

Leistungen | Produkte:

Herstellung und Instandsetzung rotierender elektrischer Maschinen, inkl. Sonder- und Nachbau, Engineering und Vor-Ort-Service | Produkte: Synchrongeneratoren, Komponentenfertigung, Beschleunigermagnete

Anzahl der Mitarbeiter:

> 600

Gründung:

1954 als Reparaturwerkstatt für Elektromotoren, nach der Wende Expansion von 7 auf 600 Mitarbeiter

Besonderheit:

Familiengeführt in dritter Generation, Europas größtes herstellerunabhängiges Reparaturwerk für rotierende elektrische Maschinen


Einblicke in Bildern

Heute verteilt sich die Verantwortung der PARTZSCH Unternehmensgruppe auf eine starke Führungsebene: Vier Geschäftsführer – Thomas Götze (links), Remo Nitschmann (2. v. l.), Holger Klotsche (rechts) und Christian Partzsch (2 v. r.) arbeiten partnerschaftlich zusammen, um die PARTZSCH Unternehmensgruppe nachhaltig in die Zukunft zu führen. Dabei setzen sie weiterhin auf die Maxime der Kunden, „alles aus einer Hand“ zu liefern und dabei ihre Werte wie Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Leidenschaft, die die Arbeit von PARTZSCH schon seit 70 Jahren prägen, weiter zu verfolgen ©PARTZSCH Elektromotoren GmbH

„Historische Straßenaufnahme in Döbeln: Ein großer Lastwagen mit Kranaufbau transportiert eine massive Kabeltrommel. Zwei kleinere Fahrzeuge begleiten den Transport. Mehrere Personen stehen am Straßenrand und beobachten die Szene. Die umliegenden Gebäude wirken typisch für eine ältere Wohnstraße.“
Was 1954 als kleine Reparaturwerkstatt für Elektromotoren begann, ist heute einer der größten Arbeitgeber der Region für rund 600 Mitarbeiter © PARTZSCH Elektromotoren GmbH

„Ausstellungsfläche mit verschiedenen elektrotechnischen Bauteilen, darunter ringförmige Elemente, ein schwarzes Aggregat und mehrere zylindrische Komponenten. Die Teile sind auf weißen Podesten arrangiert.“
Eine Ausstellung im Foyer des „Pyramidenhauses“ gibt einen Einblick, wie sich die Produkte des Elektromotorenherstellers in den 70 Jahren seines Bestehens gewandelt haben. © Dr. Sternkopf media group

Zurück zur Übersicht