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„Schauen Sie mal“, sagt Toni Burger und zeigt von der Empore gegenüber des gigantischen Hochregallagers auf ungefaltete Pappkartons – „2003 habe ich als Ferienjobber im Abi solche Kartons von Hand gefaltet. Heute läuft das alles automatisch. Im Sekundentakt. Präzise und hocheffizient.“ Seit Anfang 2025 ist der 42-jährige CEO des Unternehmens, das mit 900 Mitarbeitern einer der größten Leuchttürme der mittelsächsischen Wirtschaftsregion ist: die KOMSA in Hartmannsdorf.
Das KOM im Namen beschreibt die DNA: Die Kommunikationstechnologie ist bei KOMSA der Kern. Das Unternehmen, was 1992 mit der Reparatur und dem Versand von Telefonen begann, hat sich mittlerweile zum größten deutschen Vermittler von Mobilfunktarifen entwickelt und wurde für seine hocheffiziente Logistik mit dem europäischen Logistikpreis ausgezeichnet. Die Handyreparatur macht gerade mal noch ein Prozent des Gesamtumsatzes aus – und doch bleibt die KOMSA diesem Geschäftsfeld treu. „Wir sind die letzte große Reparaturwerkstatt in Deutschland“, sagt Toni Burger und erläutert die drei Hauptgeschäftsfelder, die die 1,2 Milliarden Euro Umsatz des TK-Giganten ausmachen.
Sechzig Prozent des neunstelligen Jahresumsatzes erwirtschaftet die KOMSA mit der Distribution. „Wir kaufen und verkaufen Ware – und dazwischen passiert ganz viel Zauber“, beschreibt Toni Burger den Prozess. So kauft die KOMSA zum Beispiel Handys in hohen vier- bis fünfstelligen Stückzahlen direkt vom Hersteller, lagert sie bei sich ein und verkauft sie möglichst schnell an Händler und Plattformen wie Amazon, Otto oder den MediaMarkt weiter, die die Ware dann wiederum an die Endkunden versenden. „Wir fungieren praktisch als das physische und finanzielle Lager für Großabnehmer“, erklärt der CEO. „Damit das profitabel ist, sind unsere Leitlinien: viel, schnell und wenig Aufwand.“ Ein supereffizientes Lager mit einer idealen Kombination aus Automation und manueller Logistik bildet hierfür die Basis. Auf insgesamt 32.000 Quadratmetern Lagerfläche finden mehr als 14.400 Paletten mit über 40.000 Produkten Platz, dazu kommt ein Automatikkleinteillager für bis zu 25.000 Behälter. 40 Roboter fahren auf Grids im Chaosprinzip hindurch und holen innerhalb von 25 Sekunden genau das richtige Teil. Das 21 Meter hohe Hochregallager wird mit extrem platzsparenden automatischen Staplern betrieben. Die Mitarbeiter versenden in zwei Schichten bis zu 50.000 Pakete pro Tag.
Das Besondere an der KOMSA ist, dass sie die gesamte Wertschöpfungskette der Distributionslogistik vorwärts und rückwärts abbilden können – also nicht nur für die Auslieferung und den Versand neuer Produkte, sondern auch für Reparaturen und Refurbishment gebrauchter Produkte. Hinzu kommt, dass KOMSA den Versand der Produkte mit attraktiven Mehrwertleistungen anreichert – zum Beispiel durch Schulungen und Beratungen in der KOMSA Academy mit Marketingleistungen. Ein kreatives Team entwickelt Werbematerialien und große Kampagnen.
„Wir legen höchsten Wert auf Flexibilität und Abwechslungsreichtum und haben dadurch immer Luft zum Atmen“, sagt Toni Burger mit stolzem Blick über die riesige Lagerhalle.
„Motivation und Sinnhaftigkeit sind entscheidend,
dass die Menschen gern bei uns arbeiten.“
Toni Burger, Vorstand KOMSA AG
Diesen Stolz auf die Firma und auf das gemeinsam Geschaffene zeigen die Mitarbeiter gern – zum Beispiel auf schicken T-Shirts oder coolen Hoodies, die es im firmeneigenen Merchandise-Shop zu kaufen gibt.
Der zweite große Geschäftsbereich der KOMSA ist die Vermittlung von Mobilfunktarifen. Pro Jahr vermarktet die KOMSA über 800.000 Mobilfunk- und Festnetzverträge. Dies geschieht sowohl über ein eigenes Fachhandelsnetz mit den aetka Stores, von denen es auch mehrere im Landkreis Mittelsachsen gibt, als auch über zahlreiche andere Outlets. Mehr als 2.000 Fachhändler haben sich der aetka-Kooperation angeschlossen. Das Geheimnis heißt MAX-MAX, erläutert Toni Burger: Viele Hersteller, viele Produkte, standardisierte Prozesse. Ein eigenes Spezialistenteam sorgt dafür, dass die Mobilfunk-Fachhändler sich bei KOMSA rundum wohlfühlen.
Mit dem dritten großen Geschäftsbereich positioniert sich KOMSA für die Zukunft: DaaS – Device as a Service. Bei großen Konzernen und zunehmend auch im Mittelstand geht der Trend dahin, Mobilfunk- und Telekommunikationsgeräte nicht mehr in Tausender-Stückzahlen zu kaufen, sondern zu finanzieren und attraktive Rundum-Services zu nutzen. Das schützt die Liquidität und führt ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft die großen Kernkompetenzen der KOMSA – Logistik und Telekommunikation – perfekt zusammen. Hinzu kommen Mehrwertleistungen wie Asset Management, Geräteeinrichtung, Reparaturen und schneller Austausch. „Wir stellen sicher, dass alle Mitarbeiter jederzeit reibungslos telefonieren und ihre Handys nutzen können“, sagt der CEO. „Unser Sweet Spot sind Unternehmen mit 5.000 bis 20.000 Geräten.“
Und noch ein Ass hat Toni Burger für den weiteren Wachstumsweg im Ärmel: die Gaming-Branche. „Wir haben richtig Bock auf Entwicklung“, sagt Burger. „Dabei lassen wir uns von zwei Prinzipien leiten: TUN und GMV – Gesunder Menschenverstand. Unsere Strategischen Ziele stehen fest und sind unantastbar, wie ein Ziel im Auto-Navi. Wir wissen, wir wollen nach ‚Berlin‘ fahren und starten heute mit dem Auto. Aber auf dem Weg kann es sein, dass wir auf den ICE umsteigen müssen. Ich weiß, auf dem Weg nach ‚Berlin‘ ist die Veränderung Normalität. Also lassen wir uns von unserem gesunden Menschenverstand leiten und kommen einfach ins TUN. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt.“

Diese Menschlichkeit war es auch, die Toni Burger nach über 20 Jahren aus einer Führungsposition bei Vodafone zurück in seine sächsische Heimat geholt hat – diesmal nicht als Ferienjobber im Abitur, sondern als Berater des KOMSA Finanzvorstands. Überzeugt hat ihn schließlich ein handgeschriebener Brief des damaligen Vorstands Torsten Barth, in dessen Werten sich der junge Top-Manager wiedererkannte. „Ich liebe es, Dinge zu bewegen. Ich liebe es, wenn Menschen sich verbinden und austauschen. Das WIR steht vor dem ICH. Meine Erfahrung ist: Egal, wie groß ein Unternehmen ist, es geht immer um die gleichen Themen – Bodenständigkeit, Augenhöhe, Unternehmergeist und Leidenschaft.“
Gründergeist und Leidenschaft definieren die KOMSA seit dem allerersten Tag. Gegründet wurde die Gruppe 1992 von Dr. Gunnar Grosse zusammen mit Jürgen Unger, Jürgen Fuchs und Norbert Hanussek. Der in Schweden geborene Grosse kehrte damit zu seinen familiären Wurzeln in Sachsen zurück. Zu einer Zeit, als die Telekommunikation im Osten komplett neu aufgebaut wurde, startete Gunnar Grosse Anfang 50 noch einmal komplett durch und machte Komsa zu einem der führenden Value-Add-Distributoren und Dienstleister im Bereich Informations- und Telekommunikationstechnik in Deutschland. Dr. Gunnar Grosse führte die KOMSA über Jahrzehnte als Familienunternehmen, bevor 2022/2023 die Integration in die britische West Coast Gruppe begann. Heute hält die britische Familie um Investor Joe Hemani 100 % der Anteile an der KOMSA und führt das Unternehmen in der Tradition eines verantwortungsvollen Familienunternehmens weiter. Zwei Dinge liegen CEO Toni Burger bei dieser Verbindung ganz besonders am Herzen: „Joe Hemani teilt die DNA der KOMSA: Die Familie steht im Mittelpunkt. Und die Verantwortung muss bei uns in Hartmannsdorf bleiben.“ Mit diesen Zukunftsaussichten dürfte der 2023 verstorbene Firmengründer Gunnar Grosse wohl auch weiterhin recht behalten mit seinen legendären Worten:
„Ich beneide Euch um Eure Zukunft.“
Firmengründer Dr. Gunnar Grosse (1939-2023)
Auf geht´s - packen wir´s an!
Branche: | Telekommunikation, Logistik |
Leistungen | Produkte: | Distribution und Logistik von Telekommunikationsgeräten, Vermittlung von Mobilfunktarifen und Device-as-a-Service-Leistungen (DaaS) |
Anzahl Mitarbeiter: | 900 |
Gründung: | Gegründet 1992 von Dr. Gunnar Grosse (1939-2023) zusammen mit Jürgen Unger, Jürgen Fuchs und Norbert Hanussek. Dr. Gunnar Grosse führte die KOMSA über Jahrzehnte als Familienunternehmen. 2022/2023 Integration in die britische West Coast Gruppe. Heute hält die Familie um Investor Joe Hemani 100 % der Anteile. |
Besonderheit: | Mit über 800.000 Verträgen ist KOMSA der größte Vermittler von Mobilfunk- und Festnetztarifen in Deutschland. Gewinner des europäischen Logistikpreises und „Großer Preis des Mittelstands“. |




