Hans-Ferdinand Schramm – Vorstandsvorsitzender der Sparkasse und Mitglied des Beirates für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit heute?

Unsere zunehmend virtuell und schnelllebig geprägte Welt ist in erheblichem Maße auf kurzfristige Perspektiven ausgerichtet. Nicht zuletzt die jüngste Finanzkrise 2008 hat verdeutlicht, welche weitreichenden Folgen das Streben nach schnellen Gewinnen ohne substanzielle Grundlage für die Weltwirtschaft und künftige Generation hat.

Besonders in diesem Umfeld ist es für uns von existenzieller Bedeutung, langfristig tragfähige Strukturen für wirtschaftliches Handels zu schaffen.

Welchen Bezug haben Sie als Unternehmer und Mitglied des Beirates zum Thema Nachhaltigkeit?

Der Konvent für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen besteht aus sieben Vertretern der  Wirtschaft und Wissenschaft des Landkreises Mittelsachsen. Er setzt den Rahmen für die Aufgaben des Regionalmanagements  mit den zentralen Themen: Standortmarketing, Technologietransfer und Fachkräfte.

Die Sparkasse ist seit 190 Jahren fest in Mittelsachsen verwurzelt. Sie wurde von engagierten Bürgern zur gegenseitigen Unterstützung und Förderung von einheimischen Betrieben und deren Beschäftigten gegründet. Das auf Vertrauen und Stabilität beruhende Geschäftsmodell hat sich in allen historischen Situationen unter verschiedensten Rahmenbedingungen nachhaltig zum Wohle unserer Region bewährt. Als großes öffentliches Kreditinstitut verfügt die Sparkasse über umfassende Einblicke in alle Sparten des wirtschaftlichen Geschehens in Mittelsachsen. Zudem setzt sie mit ihren Stiftungen wertvolle Akzente für das Gemeinwohl.

Gerne stellen wir unsere vielfältigen Erfahrungen sowie die enorme Leistungskraft in den Dienst des Konvents zur Beförderung richtungsweisender Projekte für eine nachhaltige Entwicklung unserer örtlichen Wirtschaft und Gesellschaft.

Wie kann jeder Einzelne mit dem Thema umgehen und die Wirtschaftsregion Mittelsachsen nachhaltig stärken?

Hans Carl von Carlowitz hat bereits im 18. Jahrhundert am Beispiel der Holzwirtschaft eindrucksvoll aufgezeigt, wie durch umsichtiges Handeln stabile Erträge über Generationen hinweg gesichert werden können. Seither ist Mittelsachsen die Wiege des Nachhaltigkeitsgedankens. Sowohl die TU Bergakademie Freiberg und die Hochschule Mittweida als auch eine Reihe von heimischen Unternehmen bringen immer wieder Innovationen hervor, die den Nachhaltigkeitsaspekt beispielgebend unterstreichen und weltweit Anwendung finden.

Wir sind alle eingeladen, für diese guten Traditionen und Werte als Botschafter der Nachhaltigkeitsregion Mittelsachsen zu agieren.

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