Digitalisierung im Handel ist wichtig: einfache Angebote zum Einsteigen

„Erst einmal bin ich froh unser Lädchen wieder eröffnen zu können. Durch die Hygieneanforderungen dürfen in unseren 30 Quadratmeter großen Laden nur zwei Personen auf einmal eintreten“, sagt die Firmeninhaberin von Seifenstück und Essskulptur. Im kleinen Lädchen in der Rochlitzer Straße in Mittweida gibt es neben künstlerisch gestalteten Seifen, eingelegtes geschnitztes Gemüse und liebevoll ausgewählte Accessoires. Außerdem trifft man Madlen Seigerschmidt auch in Einkaufsmärkten, wo durch ihre begabten Hände virtuose Schnitzereien entstehen. Das entfällt aufgrund der Corona-Lage. Sie ist froh bereits vor Jahren einen Onlinevertriebsweg aufgebaut zu haben. „So konnte ich während der Schließung des Einzelhandels meinen Händlerkollegen aus Mittweida helfen. Im Onlineshop habe ich Gutscheine verschiedener Geschäfte aufgenommen. Das soll auch künftig so bleiben. Und die meisten Käufer kommen aus Mittweida oder Mittelsachsen, bestimmt 70 Prozent der Kunden. Und so ist online auch lokal“, erläutert die kreative Geschäftsfrau weiter. Einige Händler hatten bisher kaum oder wenig Kontakt zu digitalen Angeboten. Sie hat die corona-bedingte Schießung sehr hart getroffen. Für jene bietet des Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung eine „Kauf-regional“-Karte an. Dort werden Lieferdienste, Abholservices, Onlineshops und Wertgutscheine kostenfrei veröffentlicht. Ein kleines Maskottchen bringt per Aufkleber die Aufmerksamkeit auf derzeit über 160 eingetragene Angebote. „Mit dem Eintrag in die Firmendatenbank können die Händler ganz langsam an digitale Angebote herangeführt werden. Denn der Aufbau eines Onlineshops braucht viel Zeit und Kraft. „Ich schreibe zum Beispiel suchmaschinenoptimierte Blogs um meinem Shop bekannt zu machen. Bei dem Angebot der Wirtschaftsförderung gefällt mir die Kombination mit dem Branchenkatalog und dem Einkaufsführer“, gibt Madlen Seigerschmidt als Tipp mit.

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