Konvent

Vor 300 Jahren prägte der freibergische Oberberghauptmann am kursächsischen Hof Carl von Carlowitz den Begriff der Nachhaltigkeit und verlangte eine nachhaltende Nutzung in der Holzwirtschaft. Seit Langem hat sich dieser Gedanke weiterentwickelt und begegnet uns im Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in unserem täglichen Arbeits- und Lebensumfeld. Nicht nur deshalb fühlen sich die Mittelsachsen dem Thema besonders verpflichtet. "Nachhaltig.für eine starke Wirtschaft." Dieser Gedanke steht für eine Region, die sich auf ihre Wurzeln besinnt und den Blick in die Zukunft richtet. Nur folgerichtig also, dass sich der Landkreis seit dem Frühjahr 2011 unter dem Dach des Regionalmanagements Mittelsachsen als Wirtschaftsregion der Nachhaltigkeit vermarktet .

Hans-Ferdinand Schramm – stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse und Mitglied des Konventes für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit heute? Unsere zunehmend virtuell und schnelllebig geprägte Welt ist in erheblichem Maße auf kurzfristige Perspektiven ausgerichtet. Nicht zuletzt die jüngste Finanzkrise 2008 hat verdeutlicht, welche weitreichenden Folgen das Streben nach schnellen Gewinnen ohne substanzielle Grundlage für die Weltwirtschaft und künftige Generation hat. Besonders in diesem Umfeld ist es für uns von existenzieller Bedeutung, langfristig tragfähige Strukturen für wirtschaftliches Handels zu schaffen.

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Prof. Dr. Michael Eßlinger – Unternehmer, Honorarprofessor und Mitglied des Konventes für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit heute? In erster Linie bedeutet es für mich den pfleglichen Umgang mit Ressourcen und die Erhaltung von Gottes Schöpfung. Was uns gegeben ist, dürfen wir nicht als selbstverständlich hinnehmen, denn nachfolgende Generationen sollen die gleiche Chance auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Der biblische Auftrag vom „…Bebauen und Bewahren..“ gewinnt vor dem Hintergrund des Nachhaltigkeitsbegriffes wieder an Bedeutung. Daran möchte zum Beispiel am 23. Juni die TU Freiberg, gemeinsam mit der Domgemeinde Freiberg im Rahmen der Veranstaltungsreihe „300 Jahre Nachhaltigkeit“ in einem Festgottesdienst erinnern.

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Thomas Kimme – Unternehmer und Mitglied des Konventes für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit heute? Nachhaltigkeit in Denken und Handeln ist ein wichtiger Leitfaden in allen Lebensbereichen. Ich möchte an dieser Stelle den Aspekt von Aufbau und Stabilisierung eines KMU im HighTech-Bereich adressieren: Als Gründer und Geschäftsführer der Fa. LASERVORM verfolge ich seit der Gründung das langfristig angelegte Ziel, eine stabile, langfristig zukunftsträchtige und krisensichere Entwicklung des Unternehmens zu ermöglichen. Nachhaltigkeit in Denken und Handeln deckt sich mit meinem persönlichen Ziel, das Unternehmen nach christlichen Werten zu führen. Dabei sind z. B. die Zielgrößen Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitsplatzsicherheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und finanzielle Stabilität des Unternehmens vor schneller Expansion angesiedelt.

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Thomas Kolbe – Unternehmer, Vorsitzender der IHK Regionalversammlung Mittelsachsen und Mitglied des Konventes für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit heute? In einem seit vier Generationen inhabergeführten Unternehmen gehört Nachhaltigkeit seit je her zum täglichen Geschäft. Alle strategischen Entscheidungen und Ziele sind darauf ausgerichtet - zum Wohle der Firma, aber vor allem der Mitarbeiter. Nachhaltigkeit beginnt immer vor Ort, sie verlangt Flexibilität, neue Ideen, unternehmerisches Geschick und manchmal einfach das Rückbesinnen auf die eigenen Wurzeln.

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Erich Fritz – Geschäftsführer der SAXONIA Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH in Freiberg und Mitglied des Konventes für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit heute? Wirtschaften ist kein Selbstzweck. Materielle und ideelle Werte sind die Basis einer jeden Geschäftstätigkeit. Als Geschäftsführer einer kommunalen Beteiligungsgesellschaft bedeutet mir Nachhaltigkeit, unsere Geschäfte so zu führen, dass wir einen Mehrwert schaffen, der unserer Region von Nutzen ist und bei allem was wir tun, so verantwortlich mit unseren Ressourcen umzugehen und zu handeln, dass wir die Interessen zukünftiger Generationen beachten sowie die der Menschen heute. Das schließt die Wirtschaft, Institutionen und Verwaltungen ebenso ein wie jeden Einzeln.

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Prof. Dr.-Ing. Michael Hösel – Dekan der Fakultät Medien an der Hochschule Mittweida und Mitglied des Konventes für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit heute? Nachhaltigkeit ist für mich das Bewahren von Bewährtem und Steigerung der Lebensqualität für unsere Kinder. Dazu zählt ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt und mit sich selbst - auf gar keinen Fall wirtschaftliches Wachstum ohne Grenzen. Das erinnert mich an den Auszug aus der Schweizer Verfassung „Die Stärke des Landes misst sich am Wohl der Schwachen“. Ideelle Werte wie Familie und soziale Verantwortung sind Standortvorteile in Mittelsachsen, die verstärkt ins Bewusstsein rücken sollten.

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Diplom-Geologe Rüdiger Grimm – Geschäftsführer der geoENERGIE Konzept GmbH und Mitglied des Konventes für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit heute? Als Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien bedeutet das zunächst für uns als Branche, dass man nicht mehr Energie verbrauchen sollte, als wir langfristig ohne negative Umweltauswirkungen erzeugen können. Für unser spezielles Gebiet, die oberflächennahe Geothermie - zur Bereitstellung von Heizwärme, heißt dass, der Untergrund als unsere Energiequelle muss über die kommenden Jahre so bewirtschaftet werden, dass es keine nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt und das Grundwasser gibt. Letztlich darf ich nur so viel Wärme entziehen, wie auf natürlichem Wege aus dem Erdinneren wieder nachströmen kann.

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