Grüne Wiesen, weite Felder und ein kuschliger Platz im Stroh

Foto: Bianka Behrami
Foto: Bianka Behrami

Schnell sitzen auch Tim, der 7Jährige Bruder, und Hanna, Tims Freundin, mit im Traktor und warten, dass es losgeht. Ralf Bergmann startet den Motor und auf geht’s zu den Kälbchen, die schon auf ihr Futter warten. „Die Kälbchen sind cool“, strahlt Felix und hält den neugierigen kleinen Rindern eine Handvoll Maissilage hin. Währenddessen machen es sich Hanna und Tim im Kälbchenstall gemütlich, bewerfen sich mit Stroh und stellen fest, dass es hier kuschlig warm ist.

„Unsere Kinder brauchen keine Haustiere. Sie haben 450 Kühe direkt vor der Haustür. Und im Stroh fühlen sich nicht nur die kleinen Kälbchen wohl“, weiß der Familienvater zu berichten.

Seit 2004 ist Ralf Bergmann Geschäftsführer der Genossenschaft Agrarland eG Lüttewitz. „Ich bin auf einem Dreiseithof in Nordsachsen mit Hühnern, Hasen, Enten und Schweinen groß geworden,“ erklärt der 37-Jährige seine Verbindung zur Landwirtschaft. Später studierte er Agraringenieur in Halle und zog mit seiner Frau ins mittelsächsische Mochau. „Meine Kinder schätzen die ländliche Umgebung, den Garten und den damit verbundenen Freiraum zum Spielen und Toben“, so Bergmann und ergänzt: „Die Anbindung ist optimal. Wir sind in kurzer Zeit auf der Autobahn und damit schnell in Dresden, Leipzig und Chemnitz.“

Die Genossenschaft beschäftigt 22 Mitarbeiter und drei Auszubildende. Die Schwerpunkte liegen auf dem Ackerbau, der Tierproduktion und den Erneuerbaren Energien. Am Rande der Lommatzscher Pflege gelegen, werden auf 1.300 Hektar Getreide, Raps, Weizen und Rüben angebaut.

Als Landwirt schätzt Ralf Bergmann am Landkreis Mittelsachsen die guten Voraussetzungen, angefangen vom Boden bis hin zu den klimatischen Bedingungen. Diese sichern dem Unternehmen gute Erträge und eine optimale Futtergrundlage. Doch auch die Mitarbeiter sind ein wichtiges Pfund. Neben der ganzjährigen Beschäftigung achtet die Geschäftsleitung auf gute Arbeitsbedingungen zu denen auch eine Versorgung mit frischen Broten während der Ernte, Erntedank- und Schlachtfeste sowie ein gemütlicher Pausenraum zählen.

 

„Wenn ich mal groß bin werde ich Mähdrescherfahrer“, ist sich Tim sicher. „Und ich werde mal Chef“, erklärt Felix stolz. Vermutlich hat er im Hinterkopf, dass er sich dann nicht auf eine der großen Landmaschinen festlegen muss. So wie Papa kann er dann egal ob Traktor, Mähdrescher oder Häcksler mit allen Maschinen fahren, wann immer er Lust hat.